Disclaimer: diesen Post schreibe ich bei entspannten 30° auf der Terrasse, mit einer Zigarre im Mund und einem Bier in der Hand.
Nix gemacht. Also nix nach außen spannendes. Dafür war der Tag heute mal sowas von tiefenentspannend, das ist schon seltsam. Ich lass dann einfach mal die Bilder für sich sprechen, denn viel zu beschreiben gibt es nicht.
Gefrühstückt: check. Roller gemietet: check. An den Strand gefahren: check.
Erwähnenswert:
Der Verkehr hier ist immer noch seltsam, aber eigentlich harmlos. Die Straßen sind halt eng und schlecht. Aber das sind sie in Berlin auch. Wer das schon immer mal sehen wollte:
Haad Yao ist ein sehr sehr schöner Strand. Im Gegensatz zu Haad Mae gibt es hier nämlich kein gratis Fußpeeling, und der Sand ist auch nicht brandblasig heiß.
Russen machen Freeletics am Strand. In der Mittagssonne.
Secret Beach hat nicht nur einen dämlichen Namen, sondern ist auch eher räudig. Oberflächlich ok, aber die Crowd sind dann doch eher Partymäuschen, die nach der Party gestern mal ein bißchen chillen wollen, aber bitte nur mit coolen Partypeople um mich rum.
Der Hotelpool ist erstaunlich einladend. Waren heute drei mal drin, sehr schöner Ausblick aufs Meer. Hab ich das Wort entspannend schon erwähnt?
Abendessen an der Straße mit Phat Thai, Reis mit Curry, Kokossuppe mit Chicken, und zwei frischen Fruchtshakes, Kostenpunkt 7€. Kannste nicht meckern.
Elena ist hier immer noch zuviel Urwald: Gekkos, Krebse, Grillen, und das, was man nicht sehen kann. Stadtkind much?
Apropos Grillen…
Als Snack gibt es heute skurille Lebensmittel aus dem 7 Eleven.
Der erste volle Tag auf Insel #1. Das kann ja was werden. Aber so schlimm wars dann doch nicht. Nein, wir haben hier keine Touren gebucht, wie noch in Bangkok. Hier sind wir ganz auf uns allein gestellt. Aber naja, wer durch Detroit fahren kann, der kann auch eine Aussteigerinsel meistern. Irgendwie bestimmt.
Nach einer Nacht, die irgendwann von ohrenbetäubenden Grillen (und zwar wirklich ohrenbetäubend! Ich mein, Grillen lärmen hier die ganze Nacht, aber der eine Moment war mal holla. Elena hat sich auch gleich mit Ohropax versorgt) unterbrochen wurde, sind wir dann gemütlich am Strand frühstücken gegangen. Erste Beobachtungen: viele Reste der Full Moon Party, viele Aussteiger und Ich-möchte-so-gern-aussteigen-weil-mein-Kumpel-mir-das-gesagt-hat, und etwas, das aussieht wie Bibelkreis-Mäuschen, die dann aber total hip tätowiert sind. Naja, vielleicht machen wir es ja falsch :-) Aber jeder wie er mag.
Anschließend haben wir dann den kommentierten Rat von gestern beherzigt und uns einen Roller gemietet.Wobei, gemietet ist bei dem Spottpreis übertrieben. Wir haben aber die Pussy-Variante gewählt, und das ganze hier im Resort abgehandelt. Warum? Weil wir hier nicht unseren Pass fürs Mieten abgeben mussten und auch nicht jeden kleinen Schaden dokumentieren mussten. Helme – oder das, was hier als Helm angeboten wird, denn man durfte aus einer bunten Kiste sich den schönsten bzw. funktionstüchtigsten Helm aussuchen – aufgesetzt und dann los Richtung Mae Haad im Nordwesten der Insel. Der Verkehr war zwar ein wenig wagemutig, aber nicht schlimm. Nur, die Wegweiser fehlen irgendwie. Angekommen sind wir trotzdem, und haben uns dann erstmal schön unsere Langnasenfüßchen im Sand verbrannt. Der ist nämlich richtig richtig heiß! So richtig! Also das Handtuch in den Schatten gelegt, gedöst, und dann das badewannenwarme Wasser ausprobiert. Ist nass. Und pupswarm. Genau das richtige.
Anschließend haben wir den großen Fehler begangen und sind gegen 1 zurück gefahren. Und jeder, der in Erdkunde aufgepasst hat, weiß, dass die Sonne dann am höchsten steht. Resultat ist ein Sonnenbrand auf Elenas Schultern (nicht zu schlimm, aber ärgerlich) und einer auf Tobis Handrücken (vom Gasgeben-Bremsen-Hupen). Angekommen sind wir nach einer Lunchpause für umgerechnet 8€ all inkl. trotzdem.
Anschließend noch ein Abstecher in die Inselhauptstadt: unspekatakulär, aber mit Obsthändler, dem wir gleich zwei Mangos (richtige Mangos, nicht dieser Langnasenmüll, der exportiert wird) und eine Mangostane abgekauft haben. Mango 1 ist vernichtet, Mango 2 und Mangostane wird das gleiche Schicksal morgen ereilen.
Auf dem Rückweg, den wir einmal mehr unfall- und verfahrfrei gemeistert haben, gabs es dann noch pro Person einen grooooooßartigen Fruchtshake (wobei wir hier auf der westlichen Welt bekannte Früchte gesetzt haben), und im Hotel sind wir dann nochmal in den – wie heute morgen schon das Golfwasser – pupswarmen Pool gehüpft, um von dort den Sonnenuntergang zu bewundern (ja, der ist hier schon um 18:30, verdammte Äquatornähe).
Abendessen gab es wieder direkt am Meer, untermalt von der Best of 90s Rock-Playlist. Passt also alles sehr sehr gut. Nur auf dem Rückweg war es Elena wieder entschieden zuviel Urwald, und wieso die hier nicht mal die Bäume ein wenig stutzen können, dann würde sich auch nicht soviel Viehzeugs hier verirren :-) Ok, also auf den Stufen dann einem – nicht zu kleinen – Krebs zu begegnen, hat selbst mich überrascht.
Was lernen wir aus dem Tag?
Es gibt hier genug Sonne, um den Serotoninspiegel entspannt zu steigern :-)
Europäer fahren gern ohne Helm Motorroller
Biebelmäuschen mit Tattoos leben hier ihren Aussteigertraum, bevor sie wieder ins Bibelcamp müssen
So, heute war dann Ende mit Stadt, und Zeit für Insel #1 (oder #2, denn um zu #1 zu kommen, war ein Zwischenstopp auf #2 nötig. Aber ist #2 dann eigentlich #1? Denkt mal drüber nach.) Also fleißig die Koffer gepackt und dann ausgecheckt. Aber nicht, ohne vorher nochmal die massive invasion of privacy des Grande Centre Point auszutesten. Wir haben nämlich festgestellt, dass auf Kanal 1 ein Livebild der Lobby läuft. Und ob das wirklich live ist, mussten wir ja ausprobieren :-)
Hat geklappt, war live. So, ab ins Taxi und zum Flughafen. Verkehr war angenehm ruhig (dass ich das schon nach drei Tagen sagen würde…), einchecken lief problemlos, und es gab Sitze am Notausgang. Dazu später mehr…
Da wir ja mit der Boutique Airline Bangkok Airways geflogen sind, musste auch entsprechend aufgefahren werden. Also gab es für alle Passagiere Zugang zur Lounge (ok, also, Bangkok Airways hat zwei Lounges, eine für den Pöbel, eine für die Helden. Wir waren natürlich in der Pöbellounge). Mit Schnittchen und Kuchen und Wasser und Kaffee und WLAN. Nur ohne Toiletten. Naja, die muss der Pöbel draußen aufsuchen. Geht aber auch in Ordnung so.
Der Flug hat dann gezeigt, dass der gemeine Chines etwas andere Vorstellungen von Benehmen hat. Denn auf Platz 3 der Notausgangsplätze saß eine Chinesin einer Vierergruppe. Die zwar kein Wort Englisch verstand, aber auch Zeter und Mordio schrie, als die Flugbegleiterin sie auf einen anderen Sitz verfrachten wollte. Naja, der Kommunist Chinese an sich…
Generell sind 50 Minuten Flug auch nicht der Rede wert. Abheben, Essen servieren (sehr sehr uninteressantes Hühnchen und irgendein Kokospamps mit Glasnudeln drin als Dessert), Essen abräumen, landen. Auf dem kleinsten Flughafen, den wir bisher gesehen haben. Und wir dachten, Kauai wäre klein gewesen. Abgeholt wurde man auch nicht von Bussen, sondern von überdimensionalen Golftrolleys. Gepäck kam auch an, und dann ging es zum Fährterminal, wo leider knappe drei Stunden warten angesagt waren, denn wir mussten ja von Koh Samui nach Koh Phangan kommen.
Und eine monotone Fährfahrt von 30 Minuten später sind wir dann auch angekommen. Btw, das Schiff hatte sogar Schwimmwesten, weiß garnicht, was die Leute alle haben, von wegen gefährlich. Außerdem war links und rechts immer Land in Sicht, hätte man also auch schwimmen können. Bestimmt. Vielleicht.
Die Fahrt zum Hotel geschah dann auf der Ladefläche eines Pickups.
Abenteuerlich, aber erstaunlich normal :-) Und im Hotel angekommen gab es dann unseren Deluxe Beachview Room mit Beachview und dem, was man hier wohl unter deluxe versteht. Am Check-in hat der nette Thai auch deutlich darauf hingewiesen, dass Wifi in jedem Raum funktioniert. Die Sorgen des Reisenden im 21. Jahrhundert halt… Elena ist das schon „entschieden zuviel Urwald“, aber da gewöhnt sie sich auch noch dran…
Naja, und so machen wir für heute auch mal Schluss. Abendessen gab es am Strand, Bier und Cocktails auch. 31°, aber alles kein Problem.
Erstmal einen frohen Tag der Arbeit an alle! Und ja, der wird auch hier in Thailand gefeiert und sogar eingehalten.
Irgendwie lustig, dass das erst der dritte Urlaubstag ist. Fühlt sich nach mehr an. Naja, auf jeden Fall ist heute erstmal der letzte Tag Bangkok, das war ja nur zum Reinrutschen nach Thailand gedacht. Und ja, das hat gut geklappt. Den ÖPNV meistern wir schon relativ sicher, nur die Boote halten noch nicht da, wo wir das wollen. Aber hey, Boote, sowas kann man als Berliner auch nicht erwarten.
Nach der langen Tour gestern Abend/Nacht haben wir heute mal wieder ein wenig länger geschlafen. Wobei irgendwann hatte Elena dann Hummeln im Hintern und wollte los, also geduscht, gestarbuckt und dann ab in den Sky Train Richtung Wassertaxi. Wir wollten nämlich nochmal in Richtung vom Palast, um einzukaufen und Mango mit sticky rice zu essen (wir wollten den vertrauenswürdigen Stand nehmen, an den uns Aom auch hingeführt hat). Naja, ganz sooooooo reibungslos lief das dann nicht, denn erstens haben wir nicht das richtige Wassertaxi gefunden (ok, das war mit unsere erste Amtshandlung hier, insofern ist das schon ok, dass wir uns nicht mehr 100% an den Weg erinnern), und zweitens dann auch nicht mehr das Boot für den Rückweg. Viel Gewusel und viiiiiiele Thais, die den Langnasen irgendwelche Bootstouren andrehen wollen. Dabei wollten wir nur unser 60 Pfennig Boot!
Irgendwann haben wir dann das passende Boot gefunden. Der Plan war, in Chinatown auszusteigen. Der Plan. Denn nachdem die nette Ansagering meinte „jetzt mal alle zum Ausgang, die nach Chinatown wollen“, war der „Anhalter/Anleger“ der Meinung „mir doch egal, wer hier rauswill“. Anscheinend reicht es nicht aus, dass vor ihm ein dutzend Leute stehen, sondern er muss explizit angestubst werden. Na gut, können wir auch. Jetzt war aber das Problem, dass wir an einer völlig unbekannten Station hielten. Ok, wir sind dann kurzerhand ins Hotel zurück. Unsere Körper waren eh von einer Wasserschicht bedeckt, die konstant nachproduziert wurde.
Ok, Chinatown ist dann auf den Tag vor dem Abflug verschoben worden. Ihr erfahrt es als erste.
Jetzt wie immer das klassische Programm gefahren: i.e. geduscht. Anschließend haben wir dann eines der Wahnsinnsangebote unseres Luxustempels wahrgenommen und den gratis Shuttlebus zum Asiatique genommen. – Fun fact für zwischendurch: der Heizungsregler im Minibus hat nur blau. Ich schließe mal daraus, dass hier nicht geheizt wird. – Das ist so ein bisschen Dockpromenade in bunt. Aber die Aussicht auf den Sonnenuntergang ist dafür recht gut. Und das Essen auch. Da wir nicht die chain restaurants nehmen wollten, sondern möglichst authentisch bleiben, sind wir erst nochmal auf die Straße vor der Promenade und haben uns hier die vertrauenswürdigsten Stände ausgesucht. Aber nicht gleich das komplette Programm, sondern erstmal easy, also einmal irgendein Fleisch am Spieß (war ok und anders) und etwas, das wie Kuchen aussah, sich auch so anfühlte, und es glaub ich auch sein sollte. Am Ende war es irgendwas mit Süßkartoffel. Naja, kann man laut Elena auch lassen.
Wir haben uns dann doch für eine Kette drinnen entschieden, und sind beim Japaner gelandet. Authentischer gehts wahrscheinlich nur in Japan, insofern ist das schon nah dran :-) War gut, aber wie die immer Suppen und glitschige Nudeln mit Stäbchen essen, ist uns ein Rätsel (ok, es gibt immer diesen Suppenlöffel dazu, und Langnasen bekommen auch ne Gabel). Anschließend über die Promenade geschlendert, an der eine bunte Mischung aus echten Ray Bans, garantiert echten Michael Kors-Taschen und dann tatsächlich echten Waren angeboten wurde. Elena war dann mal shoppen, allerdings auf der authentisch-authentischen Seite. Abseits davon haben wir dann auch noch diverse… ähhhm, Köstlichkeiten probiert, die es hier gab. Nun ja, Asiaten mögen ihr pork. In zedderig.
Alles in allem aber ein voller Erfolg! Bis auf das Waschen und Trocknen in der Waschmaschine. Die Boxershorts sind ok, nur die T-Shirts sind… asiatisch angepasst worden.
Jetzt noch Koffer packen, und morgen gehts dann auf Richtung Flughafen und Insel #1.
Es ist aktuell 1:00 nachts, deshalb ist es möglich, dass der Beitrag hier etwas kürzer ausfällt – obwohl er eigentlich etwas viel ausführlicheres verdient hätte.
Also, Tag 2 in Bangkok, und wir sind auf uns gestellt. Deshalb haben wir auch erstmal bis in den Vormittag geschlafen und sind dann entspannt einen Langnasenkaffee bei Starbucks trinken gegangen. Frühstück war uns noch zu schwierig.
Anschließend haben wir das Shopping-Angebot ausgetestet, denn wie sich herausstellte, liegt unser Hotel direkt an allen großen Malls. Sehr praktisch, zumal man auch einfach einen netten Walkway oberhalb der Straße benutzen kann, um von Mall 1 zu Mall 2 zu Mall 3 zu kommen. Hier mache ich es mal kurz: Shopping in Thailand – kann man sich sparen. Die echten Shops und Ketten (auch viel amerikanisches, was es in Deutschland nicht gibt) sind uninteressant, weil nicht günstig. Und die Fakes im MBK? Naja, wer halt drauf steht… wir nicht. Oder will irgendjemand Kunstleder bei 36 Grad am Körper tragen? Oder „möglicherweise echte“ Medikamente kaufen? Aspirin oder Anabolika? Fängt doch beides mit A an.
Höhepunkt im MBK was der Food Court ganz oben, in dem es für jeweils ca. 3€ Gerichte aus aller Herren Länder Asiens gibt. Und die auch frisch sind. Kann man machen. Ist vielleicht nicht „Streetfood-authentisch“, schmeckt aber.
Wieder zurück, noch einmal durch den Park spaziert, und dann auf Tour #2 gewartet. Die Midnight Food Tour by Tuk Tuk. Auch hier nehme ich es gerne vorweg: lohnt! Anders als gestern mit Aom, aber nicht weniger empfehlenswert. Zum Beispiel war hier die Gruppe größer. Anstatt hier jedes Gericht einzeln zu beschreiben (und das Drumherum), lassen wir mal die Fotos für sich sprechen. Wobei der Höhepunkt hier neben dem Essen sicher unsere Tuk Tuk-Chauffeure und der Besuch im menschenleeren, aber bescheinwerferten Wat Pho waren.
Jetzt müssen wir noch die Fotos zusammensuchen, und dann wollen wir auch ins Bett, deshalb machen wir heute mal Schluss mit Text.
Ach so, eins noch: es schmilzt alles. Wirklich. Alles. Das fängt beim Gummiring am Kameraobjektiv an, geht über den Lederriemen der Kamera, und hört dann irgendwann bei Elenas Nagellack auf…
Erste Nacht vorbei und gut ausgeschlafen. Oder… vielleicht doch eher „erste Nacht vorbei“ und kein Part übers ausschlafen. Das war nämlich nicht so wirklich vorhanden. Warum? Weil wir um 9:00 in der Lobby mit unserer Guide Aom (von Thai Tour Guide) verabredet waren. Und wir davor ja zumindest noch einen winzigen Happen essen wollten, um die The Royal Grand Palace & The Royal Temple + City +Temple Tour erfolgreich bewältigen zu können. Gesagt, getan, es gab Bagel bei der BKK Bagel Bakery in der Nähe des Hotels. Kann man machen.
Verfrühstückt dann zurück ins Hotel und nochmal hübsch gemacht, um dann pünktlich um 9 in der Lobby zu sein. Und wie angekündigt, war auch Aom da. Sehr nett und sehr thailändisch, und besonders letzterer Punkt wird später noch seine Vorteile ausspielen.
Kurz zur Tour an sich: wir haben uns gedacht, dass wir uns am ersten Tag in einem völlig neuen Land nicht uns selbst überlassen wollen, und haben deshalb eben auf eine Einheimische gesetzt. Die bottom line nehmen wir mal vorweg: es lohnt sich! Absolut!
Aus dem Hotel raus wollten wir dann erst ein Taxi holen, um zur Station #1, dem Royal Palace zu gelangen. Und schon hier zahlte sich Aom aus, denn die Taxen hatten allesamt kein Interesse, dahin zu fahren (weil „ungünstige Richtung“). Also haben wir kurzerhand den Sky Train genommen, quasi die S-Bahn, nur in klimatisiert. Aber weil der Sky Train eben nicht bis zum Palast fährt, ging es danach noch ins Wassertaxi. Und auch hier wieder: Aom vorneweg, weil sie wusste, wo es hingeht. Unbezahlbar!
Der Königspalast ist… beeindruckend. Weitläufig, schnörkelig, aber nie im Kitsch, sondern immer stimmig und passend. Aom hat uns auch immer in die schattigen Plätze gezogen, um über die Geschichte zu erzählen, und auch sonst immer gut an den Schlangen vorbeimanövriert. Statt zum Beispiel für ein Ticket am offiziellen Schalter anzustehen (und die Schlangen waren lang), hat sie uns die Tickets kurzerhand ohne Aufschlag bei eher inoffiziellen Händlern geholt. Habe ich das Wort unbezahlbar schon in den Mund genommen? Den Buddha haben wir auch zufrieden gestellt, denn Aom hatte die passenden Goldblättchen dabei, die wir ihm/ihnen auf den Körper rubbeln konnten.
Nein? Dann kommt es gleich nochmal, denn nach dem Palast hingen uns die Mägen auf halb acht und Aom hat uns (gefühlt) zielsicher an den eher weniger geeigneten Lokalen in ein mehr von Thais besuchtes Etablissement gelotst, die Bestellung übernommen, und uns vor sehr leckeres grünes Curry und Pad Thai gesetzt. Lunch: check!
Anstatt jetzt stur den Plan abzuarbeiten, hat Aom das ganze gut angepasst, Tobi hatte nämlich in der Buchung gesagt, dass hier „food lover“ vor ihnen stehen. Und hier kann man dann das unbezahlbar gar nicht weit genug betonen, denn Aom hat uns wunderbar durch das angebotene Street Food gelotst. Vorbei an den eher zweifelhaften Ständen und hin zur ersten Mango mit sticky rice. Und als der Händler die bereits geschnittene und rumliegende Packung anbieten wollte, hat Aom ihm freundlich mitgeteilt (denken wir), doch bitte alles frisch zu machen. Leckerste. Mango. Ever. Und der klebrige Reis dazu: super. Diverse andere gegrillte Gerichte später sind wir dann weiter, haben noch einen Abstecher beim „authentischen“ Eistee gemacht (Bubble Tea, falls sich noch jemand erinnert), und sind dann auf den Flower Market.
Auch hier sind wir dank Aom in Ecken und Enden gekommen, in die sich Touristen nie verlaufen würden (es waren tatsächlich ausschließlich Thai hier), was schon ziemlich einmalig war. Aom hat dann noch Lotusse (?) „für später“ gekauft. Eine Gemüsehändlerin hat uns dann noch ihr Sortiment auf deutsch aufgezählt (leider waren wir und nicht sicher, was genau nun tamarind war), und eine der unzähligen Blumenhändlerinnen hat uns ihre – Zitat – leider einen Tag zu früh produzierten – Blumenketten geschenkt. Fucking unbezahlbar :-)
Und wenn man dann denkt, es geht nicht mehr besser, kommt noch eine Tuk Tuk-Fahrt zum Einheimischenpreis oben drauf, denn wir mussten ja noch zum Wat Pho kommen. Auch hier wieder: beeindruckend, und nie ins kitschige abdriftend. Mit diesem Buddhismus könnte ich mich anfreunden. Hier kamen dann auch die gekauften Lotusse/Loti/Lotu zum Einsatz, die waren nämlich „Opfer“-Gaben für unsere Buddhas. Tobi für den Montagsbuddha, dann nochmal alle für den Superbuddha (besser kann ich ihn jetzt nicht beschrieben), und abschließend auch Elena für den Freitagsbuddha.
So, jetzt standen wir am Wat Pho und mussten ja wieder zurück zum Hotel kommen. Was macht man also? Man hat Aom dabei, die ein Longtail-Boot organisiert. Einmal zur Kasse, Geld durch ein Gitter geschoben, vorbei an der wartenden Meute, und reins in private Boot. Die montieren einfach mal einen LKW-Motor zwischen Schraube und Steuermann. Warum auch nicht. Wir sind dann nochmal eine knappe Stunde durch die Backwater von Bangkok geschippert, was nochmal für ein paar neue Perspektiven gesorgt hat. Oh, Moment mal, wir hatten ja Aom an Bord. Das Longtail hält also unvermittelter Dinge vor einer Tempelanlage, Aom kauft drei Stangen Brot, und dann stehen wir da und werfen Brot ins Wasser. In eine hungrigen Schwarm Catfish. Warum? Weil (sofern wir das richtig verstanden haben) Fische vor Klostern nicht gefangen werden dürfen, und man sie deshalb mit Essen gnädig stimmt. Irgendwie so.
Das wars dann aber auch von Aom, sie hat uns noch ins Hotel zurückgebracht, letzte Tipps auf dem Weg gegeben, und sich dann noch super lieb verabschiedet. Das war die All-inclusive-Version, und sie war und ist jeden Bhat wert!
Aber so ein Tag ist ja noch nicht zu Ende. Mit leichtem Durst und Hunger sind wir nochmal kurz vors Hotel, um im 7-Eleven eine SIM-Karte zu erstehen (Happy Tourist by dtac), Wasser zu kaufen, und das von Aom Erlernte (hoffentlich) in die Tat umzusetzen. Entsprechend gab es am Straßenrand pork on a stick und irgendwelche Wurstbällchen im Eisbecher. Warum auch nicht :-)
Erster Tag (wenn uns die letzten beiden Gerichte keinen Strich durch die Rechnung machen): top!
So sieht die Route 2015 aus. Berlin > Abu Dhabi > Bangkok
Wir versuchen uns mal in einer Zusammenfassung des wenig und dann doch ereignisreichen Tages.
Wie geplant sind wir um 21:50 in Tegel (ja, Tegel, wie wir ihn lieben, den besten Flughafen der Welt) mit Air Berlin in Richtung Abu Dhabi gestartet. Bei Tobi war ja noch der Problemfall „Rücken“ zu berücksichtigen, aber das ging irgendwie auch. Erster Eindruck: noch nie haben wir einen so leeren Flieger erlebt. Es waren reihenweise 4er-Reihen frei, die dann auch vom schlafenden Volk vereinnahmt wurden.
Ansonsten, ein unspektakulärer Flug. Bis darauf, dass Tobi jeweils ein Spezialmenü bekam, weil er „koscher“ angemeldet hatte. Naja, die genauen Kenntnisse des jüdischen Lebens fehlen, aber jede Box kam extra und durfte auch nur vom Gast persönlich (wenn möglich bestimmt unter Aufsicht eines Rabbiners) geöffnet werden. Ob es jetzt qualitativ besser war, lässt sich nicht sagen. Es war aber auf jeden Fall koscher :-D
Ortszeit 6:00 dann Ankunft in Abu Dhabi, einmal kurz raus in den Wüstenwind, und dann wieder gewartet auf den Anschlussflug. Abu Dhabi ist als Flughafen übrigens sehr unspektakulär. Mit Etihad ging es dann weiter Richtung Bangkok. Man muss halt sagen, dass sich Etihad mit seiner Farbgebung „bräunlich“ keinen großen Gefallen getan hat.
Der Flug war noch leerer als der davor und es gab wieder koscheres Essen für Tobi. Generell auch: das Essen bei Etihad ist um Längen besser als das bei Air Berlin.
Gelandet sind wir dann pünktlich und, wie so oft heute, unspektakulär :-) Auch Immigration in Thailand ist irgendwie nicht vergleichbar mit den USA, einfach weil ungleich schneller. Dann noch gemütlich 1,5 Stunden mit dem Taxi durch den Stau in die Stadt ge…gondelt, und eingecheckt.
40. Stock, Aussicht, japanisches Wunderklo.
Jetzt wird erstmal der fehlende Schlaf zumindest ansatzweise nachgeholt, bevor wir dann morgen um 9 von unserem Guide abgeholt werden.
Wir haben lange überlegt, wo in den USA wir dieses Jahr hinfahren sollen und wie wir das sinnvoll mit Florida verbinden. Dann hat die EZB uns die Entscheidung dankenswerterweise abgenommen. Um irgendeine ominöse „Wirtschaft“ anzukurbeln lässt die nämlich den Euro verfallen und sorgt dafür, dass die USA eher uninteressant sind.
Also dachten wir uns: gehen wir das doch mal von der anderen Seite her an. Oder von der anderen Richtung. Und deshalb geht es dieses Jahr nicht westwärts in die USA, sondern ostwärts nach Asien. Thailand, um genau zu sein. Fingers crossed, dass wir da gut ankommen :-)
So sieht die Route 2015 aus. Berlin > Abu Dhabi > Bangkok